Basische Ernährung – Gefährlich unwissenschaftlich

Viele Medien und Foren berichten über die vermeintlich positiven Auswirkungen einer ausschließlich basischen Ernährung. Das ist jedoch fatal. Denn eine vermehrte basische Ernährung kann schwere Verätzungen und auch extreme Magenbeschwerden hervorrufen. Aus diesem Grund sollte man sich schon sehr früh über die möglichen negativen Erscheinungen einer ausschließlich basischen Ernährung informieren.

Was ist überhaupt eine basische Ernährung?

Gerade wenn man bewusst und gesund leben möchte, kommt man nicht drum rum sich über die Übersäuerung des eigenen Körpers zu informieren. Eine Übersäuerung entsteht durch ein Ungleichgewicht des eigenen Säure-Basen-Haushalts im Körper. Die Säuren im Körper überwiegen oftmals und hinterlassen in den meisten Fällen auch sehr schädliche Spuren. Meist funktioniert unter diesem Umstand auch der eigene Stoffwechselhaushalt nicht mehr optimal. Ursachen dieser sogenannten und schädlichen Übersäuerung sind oftmals Stress, unausgewogene Essgewohnheiten oder auch Bewegungsmangel. Oft entstehen durch diese Faktoren auch schwerwiegende Erkrankungen. Demnach bemühen sich viele Menschen um eine gesündere Alternative. Hier wird in den Medien und im Netz oft auch die basische Ernährung empfohlen. Denn schließlich soll das Gleichgewicht zwischen den Säuren und Basen wieder durch basische Lebensmittel angepasst werden. Jedoch hat dieses Ernährungskonzept einige Nachteile und Schattenseiten vorzuweisen. Viele Menschen unterschätzten die Gefahr dieser Ernährungsweise und müssen schwerwiegende Folgen tragen.

Was sind basische Lebensmittel?

Grundsätzlich sind basische Lebensmittel sehr pflanzlich fokussiert. Zum einen sind basische Lebensmittel Obstsorten wie zum Beispiel Äpfel, Ananas, Brombeeren oder auch Birnen. Aber auch Gemüsesorten wie zum Beispiel Sellerie Wirsing oder Radieschen enthalten stark basische Inhaltsstoffe. Wer sich ausschließlich basisch ernährt, kommt also nicht darum herum sich auch pflanzlich zu ernähren. Jedoch hat diese Ernährungsweise einige erhebliche Nachteile. Denn man ist nicht komplett mit allen wichtigen und essentiellen Stoffen versorgt. Dies kann zum Beispiel auch Krankheiten wie Magenbeschwerden begünstigen.

Basische Ernährung Kritik und Nachteile

Im Volksmund wird oftmals behauptet, dass die basische Ernährung im Grunde eine Übersäuerung des eigenen Körpers entgegenwirken soll. Aus diesem Grund sollen auch zahlreiche Krankheiten wie zum Beispiel Osteoporose vorgebeugt werden. Dennoch kann diese Theorie auf keinen wirklichen wissenschaftlichen Fakten gestützt werden. Denn basische Substanzen sind im Grunde alkalische Stoffe, welche eigentlich Säuren neutralisieren sollen. Wer also zu viele basische Stoffe aufnimmt, kann sehr große gesundheitliche Schäden davontragen. Im schlimmsten Fall können stark basisch wirkende Stoffe, wie zum Beispiel konzentrierte Natronlauge, auch zu Verätzungen führen. Damit dies nicht eintritt, versucht der Körper schon ganz von alleine ein Gleichgewicht zwischen den Säuren und Basen zu halten. Dies wird durch ein spezielles Puffersystem erreicht. Unnötige Säuren oder auch Basen werden durch dieses Puffersystem abgefangen. Trotzdem kann der Körper bei einer zu immensen Aufnahme basischer Lebensmittel diese nicht mehr wirklich verwerten. Somit wird der Körper zu sehr überfordert und beansprucht. Schließlich ist schon das menschliche Blut grundsätzlich basisch. Ein zu großer Anteil der basischen Elemente ist im Körper demnach schnell erreicht.

Auch die Atmung beeinflusst den basischen Einfluss im Körper

Auch einfache Aktivitäten, wie zum Beispiel einen Luftballon oder eine Luftmatratze aufzublasen, lässt den basischen Anteil in dem eigenen Körper steigen. Denn wir atmen zunehmend Kohlendioxid aus. Als Folge dessen ist unser Blut weniger als sauer anzusehen und somit basischer. Oft haben viele Menschen bei dieser Aktivität auch ein leichtes Schwindelgefühl zu vermelden. Ein klares Anzeichen für einen zu hohen Base-Anteil im Körper. Aber nicht nur solche Tätigkeiten lassen die Base-Werte steigen. Auch eine falsche und zu flache Atmung wirkt sich sehr negativ auf den Basen-Haushalt aus. Aus diesem Grund sollte man auch immer auf seine eigene Atmung achten diese ruhig und freier anpassen.

Basische Ernährung Erfahrung

Natürlich ist ein Genuss von Obst und auch Gemüse sehr empfehlenswert. Dennoch sollte man auf einen zu vermehrten Verzehr verzichten. So kann man am besten Magenbeschwerden und einem Ungleichgewicht des Säure-Base-Haushalts entgegenwirken. In jeden Fall sollte man aber die Finger von chemisch aufbereiteten Ergänzungen lassen. Denn besonders Basenpulver oder andere Ergänzungsmittel können zu Vergiftungserscheinungen, Übelkeit und auch Immunsystem-Schwächungen führen. Viele Verwender solche Ergänzungsmittel oder auch einer erhöhten ausschließlich basischen Ernährung haben Verdauungsprobleme. Dies wird zum Teil auch oft mit Sodbrennen oder auch Störung des Immunsystems begleitet. Gerade aber während einer Schwangerschaft sollte man in keinem Fall nur auf eine basische Ernährung zurückgreifen. Nicht nur seinem eigenen Immunsystem tut man damit etwas Schlechtes. Auch dem ungeborenen Kind fehlen hier grundsätzlich wichtige Stoffe.

Basische Ernährung Nebenwirkungen

In meisten Fällen wird allgemein von einer idealen Ernährung mit einem Säure-Base-Haushalt von 80 zu 20% gesprochen. Das heißt, 80 Prozent sollen basenbildende Inhaltsstoffe darstellen und 20 Prozent säurebildende. Dennoch ist diese Vorgehensweise nicht sehr Magen schonend. Oft wird durch das Fehlen von tierischen Fetten und weiteren wichtigen Mineralstoffen extreme Magenschmerzen begünstigt. Gerade Neulinge, die sich auf eine ausschließlich basische Ernährung umgestellt haben, verzeichnen diese Symptome öfter.

Fazit zu der basischen Ernährung

Zusammenfassend lässt sich also erkennen, dass eine ausschließlich basische Ernährung in keinem Fall sinnvoll ist. Besonders eine erhöhte und vermehrte Aufnahme basischer Elemente kann zu schweren körperlich als auch psychischen Erkrankungen führen. Man sollte aber immer, wenn man einige Aspekte einer basischen Ernährung umsetzten, möchte, vorher den Rat eines Arztes aufsuchen. So ist man in jedem Fall auf der sicheren Seite. Denn wenn sich herauskristallisiert, dass schon bereits Erkrankungen bestehen, kann man hier am besten handeln. Besonders Menschen mit einer chronischen Entzündung der Magenregion sind für eine basische Ernährung nicht geeignet.